
Erde und Welt
Definition
Erde
Die wunderbare und wundersame Schöpfung vom Planeten und seinen Bewohnern.
Welt
Die vom Menschen geschaffene Realität, in der sich die Frau und der Mann selber als Schöpfer sehen.
Gedanken
Der Grossteil der Gesellschaft lebt in der Welt und nicht mehr auf der Erde. Wir haben den realen Bezug zur Mutter Natur verloren, welche uns nährt, und aus deren Grundstoffen unser Körper besteht. Die Menschheit verkennt Kraft und Macht der Erde und glaubt, ihr Sein beeinflussen zu können. Wir stellen uns über die Erde, indem wir die Welt erschaffen.
In dieser von Menschen geschaffenen Welt geht es hoch zu und her. Die Hybris regiert. Ich erinnere an dieser Stelle gerne an das Märchen von Hans Christian Andersen ‘Des Königs neue Kleider’. Es gibt durchaus Kräfte, die die Erde schonen möchten, nur tun sie dies mit der gesellschaftlichen Welt-Anschauung, was offensichtlich nicht geht. Sie versuchen meist, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.
Die Lösung sehe ich darin, dass wir als Gesellschaft versuchen, die Erde wieder zu entdecken, indem wir die kleinen Dinge des Lebens mit den staunenden Augen eines Kindes betrachten.
Welch Wunder das Leben doch ist. In einem winzigen Kern steckt ein ganzer Baum. Eine fliegende Hummel ist ein physikalisches Wunder.
Leben entsteht, Leben vergeht. Wo kommt es her, wo geht es hin?
Ich bin der Überzeugung, dass wir dem drohenden weltlichen Fiasko nur begegnen können, wenn wir uns der Schöpferkraft, deren Sinnbild die Erde ist, wieder demütig nähern. Dieses Wissen tragen wir alle in uns. Die Werte mögen verschüttet sein, aber nicht vergessen – wie dies unsere Landeshymne exemplarisch zeigt.
Wir brauchen Führungskräfte mit tragenden Grundwerten. Gerne unterstütze ich Sie bei Wiederentdeckung und Stärkung der eigenen Ressourcen.
Schweizer Landeshymne - (Schweizerpsalm)
Strophe 1
Trittst im Morgenrot daher, Seh' ich dich im Strahlenmeer, Dich, du Hocherhabener, Herrlicher! Wenn der Alpen Firn sich rötet, Betet, freie Schweizer, betet. |: Eure fromme Seele ahnt :| Gott im hehren Vaterland! Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
Strophe 2
Kommst im Abendglühn daher, Find' ich dich im Sternenheer, Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender! In des Himmels lichten Räumen Kann ich froh und selig träumen; |: Denn die fromme Seele ahnt :| Gott im hehren Vaterland! Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
Strophe 3
Ziehst im Nebelflor daher, Such' ich dich im Wolkenmeer, Dich, du Unergründlicher, Ewiger! Aus dem grauen Luftgebilde Bricht die Sonne klar und milde, |: Und die fromme Seele ahnt :| Gott im hehren Vaterland! Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
Strophe 4
Fährst im wilden Sturm daher, Bist du selbst uns Hort und Wehr, Du, allmächtig Waltender, Rettender! In Gewitternacht und Grauen Lasst uns kindlich ihm vertrauen! Ja, die fromme Seele ahnt, Ja, die fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Der Text vom Schweizerpsalm von Albert (P. Alberich) Zwyssig, 1808-1854
Zofingen, 23.08.2022/Irène Schärli